Interdisziplinäre Tätigkeiten kennzeichnen das Arbeitsfeld in dem Dienstleistungsunternehmen, das für Industriebetriebe Pläne zur Automatisierung erstellt und realisiert. Analysen, Planung, Machbarkeitsstudien zur Installation der Anlagen sowie Experimente bestimmen den Arbeitsprozess, der ein veränderliches Netzwerk aus funktionalen und organisatorischen Abläufen darstellt und Raum und Offenheit für wechselnde Interaktion erfordert. Gruppenarbeitsflächen, Einzelbüros und Besprechungsräume benötigen unterschiedliche Lagen, Raumabschlüsse und Belichtung. Analog den maßgefertigten Produkten für die Kunden, sollte die Gestalt des Bürogebäudes passgenau den speziellen Anforderungen an die verschiedenartigen Arbeitsplätze entsprechen. Obwohl zunächst noch kein konkretes Grundstück vorhanden war, wurde der Firmensitz bereits mit klaren Vorgaben betreffend Kosten, Bauzeit und Fläche entworfen. Innerhalb einer einfach gegliederten Außenhülle aus zwei geschlossenen und zwei verglasten Fassaden liegen vier quadratische, jeweils durch einen Luftraum räumlich miteinander verbundene Geschossebenen. Die drei oberen sind systemgleich organisiert, jedoch immer um 90° zueinander gedreht, sodass die Erschließung über die Treppe spiralförmig verläuft. Durch die inneren Bezüge der Geschosse zueinander sowie deren Lage zu Himmelsrichtung und Fassade entstehen differenzierte Situationen. Als deutlich abgeschlossene Raumeinheiten sind auf jeder Etage Container in den Stahlskelettbau eingeschoben, die z. Besprechungs- und Sanitärräume aufnehmen. Decken, Wände und Treppen wurden ebenso als fertige Elemente in das Gerüst eingesetzt. Das gesamte Gebäude ist aus einzelnen, unabhängig voneinander herzustellenden Standardelementen konstruiert. Dabei wurden marktgängige Materialien gewählt, die sowohl den statischen als auch bauphysikalischen und formalen Anforderungen genügen. Dies ermöglichte den hohen Vorfertigungsgrad, der zur Einhaltung von Bauzeit und Kostenlimit notwendig war.
