In unmittelbarer Nähe zu einem erst in den 1980er-Jahren wiederaufgebauten markgräflichen Lustschloss in der Karlsruher Oststadt wurde 2013 der neue Multimedia- und Bühnenkomplex der Hochschule für Musik fertiggestellt. Er gliedert sich in zwei Gebäuteteile. Ein großer, weitgehend geschlossener Kubus begrenzt den neu angelegten Platz nach Norden und nimmt einen Konzert- und Theatersaal mit über 400 Plätzen, Probenräume und ein Foyer auf. Sein deutlich hinter die Fassade zurückgesetzter Eingang schafft an dieser Stelle räumliche Tiefe; dessen langgezogene, schräge Laibung öffnet den Foyerbereich zum Schloss. Dahinter, in der Flucht der umgebenden Nebengebäude, nimmt ein schmaler Riegel die Räume des Instituts auf. Eine verglaste Fuge trennt die beiden Gebäudeteile und belichtet einen dreigeschossigen Luftraum mit versetzt angeordneten Verbindungsstegen. Das Gegenüber von schwarz beschichteten Holzwerkstoffplatten und weiß verputzten Wänden folgt einem Materialkonzept, das die Zweiteilung des Baukörpers auch in der Fassade ablesbar macht.
