Siedlung bei Vancouver

Noch immer gilt das freistehende Einfamilienhaus in einer »suburban area« als Wohnideal für den Durchschnittsbewohner des nordamerikanischen Kontinents. Nahezu alle größeren amerikanischen und kanadischen Städte sind umgeben von ausgedehnten Teppichsiedlungen mit schnurgeraden Straßen, an denen sich gleichförmig wirkende, meist eingeschossige Häuser auf einheitlich bemessenem Grundstück aufreihen. Die bisher fast ausschließlich monotonen Auswucherungen der Vorstädte wurde für Vancouver, der drittgrößten Stadt Kanadas, zu einem besonderen Problem. Der Raum für ausgedehnte Vorortsiedlungen mit den traditionellen Einfamilienhäusern wird knapp; er verschiebt sich immer weiter weg vom Mittelpunkt der Stadt (die eigentliche Stadt hat ca. 430 000 Einwohner, Groß-Vancouver mit allen Vororten ist inzwischen eine Millionenstadt). Hinzu kommt, dass der Ausdehnung Vancouvers einerseits durch das Meer, andererseits durch das Küstengebirge natürliche Grenzen gesetzt sind. Deshalb wendet man sich auch hier zunehmend solchen verdichteteren Bebauungsformen zu, die Bauplatz sparen und dennoch die Vorteile des Einfamilienhauses bieten.

Siedlung bei Vancouver