Bericht: Ordnung, Klarheit, Transparenz: der Oberste Gerichtshof in Den Haag

Der Oberste Gerichtshof der Niederlande hat eine neue repräsentative Bleibe. Eingebettet in das elegante historische Stadtzentrum, beherbergt das rund 100 Meter lange Gebäude 350 Arbeitsplätze. Sechs Bronzeskulpturen niederländischer Rechtsgelehrter wachen draußen vor dem großen Sitzungssaal. KAAN Architecten aus Rotterdam haben die neue Repräsentanz als Sinnbild für die Arbeit der hohen juristischen Instanz gestaltet: offen und zurückhaltend, bedeutend und funktional, spröde und raffiniert. Das Erdgeschoss ist ein visuelles Spiel unterschiedlicher Akteure: der Glasfassade mit ihren sechs Meter hohen »Schaufenstern«, dem Vordach aus Naturstein, das Eingang, Rezeption und Besucherkontrolle markiert, sowie den Natursteinböden. Der Eingangsbereich mit Empfangshalle und Pressezone nimmt die komplette Gebäudelänge ein und bildet den öffentlich zugänglichen Abschnitt. Trotz der seiner Funktion entsprechenden hohen Sicherheitsmaßnahmen wirkt das Gebäude zum Stadtraum hin offen und transparent. Im Untergeschoss liegen Tiefgarage, Logistikräume und die Haftzellen. Die Rampe in diese unterirdische Welt ist diskret seitlich am Gebäude angeordnet. Über dem verglasten Erdgeschoss erhebt sich eine eher geschlossene Natursteinfassade, hinter der Post, Restaurant und Küche sowie Verwaltung untergebracht sind. Sie bildet den Sockel für den dreigeschossigen gläsernen Aufbau mit den Räumen für den Gerichtshof und die Generalstaatsanwaltschaft.

Bericht: Ordnung, Klarheit, Transparenz: der Oberste Gerichtshof in Den Haag