Dänisches Flüchtlingsmuseum

 - Frank Kaltenbach

In der dänischen Ortschaft Oksbøl rahmen zwei unscheinbare 20 m lange Gebäudeflügel aus Ziegel mit Satteldach einen quadratischen Platz. Es sind die letzten baulichen Überbleibsel des größten Flüchtlingscamps Dänemarks aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs für bis zu 35 000 Flüchtlinge. In ihnen war das Krankenhaus des Lagers untergebracht. Beim Umbau zu einem Museum für geflüchtete Menschen sollte die originale Bausubstanz ein wesentlicher Teil der Ausstellung sein und zur unverwechselbaren Authentizität des Ortes beitragen. Die Raumaufteilung war jedoch zu kleinteilig, Flächen für Wechselausstellungen sowie ein repräsentativer Eingang mit Foyer fehlten ganz. 

Dänisches Flüchtlingsmuseum
Der geschwungene Ergänzungsbau schafft viel Raum für Wechselausstellungen und bildet einen meditativ gestalteten Hof als Zentrum des Museums. © Rasmus Hjortshøj