Was haben das Maultier, die Belle-de-Lorraine-Tomate und das hybrid angetriebene Automobil mit Shigeru Bans Centre Pompidou in Metz gemeinsam? Leistungssteigerung durch Kreuzung: Das Maultier ist trittsicherer als das Pferd, trägt schwerere Lasten und benötigt weniger Futter und Wasser; die gekreuzte Tomate bekommt eine härtere Schale, ist dadurch transportfähiger, resistenter gegen Schädlinge und behält ihr Aroma; der Hybridantrieb schont Ressourcen. Hybride Baukonstruktionen können die räumliche Qualität, die Leistungsfähigkeit konstruktiver Typologien und die Adaptabilität kombinierter Materialien und Technologien an Umwelteinflüsse sowie die Klimaresistenz erweitern. Sie ermöglichen außerdem eine effiziente Nutzung regionaler Baustoffressourcen und Kulturtechniken und können alte und neue Baustrukturen im Bestand verbinden. Letztlich sind sie das Resultat einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Architekt, Ingenieur, Konstrukteur und Materialtechnologe. (Ulrich Pfammatter)