Kunststoffe in der Architektur dienen in erster Linie als unsichtbare Hilfsstoffe, als Schaum oder Folie, Beschichtung oder chemischer Zusatz. Bestenfalls vertraut man dieser Materialgruppe die kontrollierte Entwässerung als Fallrohr oder die spannungsfreie Medienführung als Hüllrohr zu. Als gestaltprägende Materialien konnten sich Kunststoffe in den 60er- und 70er-Jahren profilieren, gerieten aber aufgrund mangelnder Sorgfalt bei Auswahl und Anwendung, allerdings auch durch technologische Mängel rasch in Verruf. Der Ölpreisschock von 1973/74 tat ein Übriges. Seitdem stellt die Verwendung von Kunststoffen in der Architektur die Ausnahme dar.