Das neue Gerichtsgebäude in Oslo knüpft mit seiner zeitgemäßen Architektursprache assoziativ an klassische Formen an, um den wichtigen öffentlichen Anspruch deutlich zu machen. Die Grundrissfiguration ist das Ergebnis einer Überlagerung von strenger innerer Geometrie mit der notwendigen Anpassung an die komplexe städtebauliche Situation. Der innerstädtische Baublock wird durch einen großen, überdachten Innenhof und eine klar hervorgehobene Erschließungsachse gegliedert. Der Großteil der Verhandlungsräume ist zur Seite des Hambros-Platzes orientiert. Der Haupteingang wird von Besuchern wie vom Personal benutzt. Intern sind die Verbindungswege für die Öffentlichkeit, für das Gerichtspersonal sowie für den Gefangenentransport von den Wartezellen im Erdgeschoß zu den Verhandlungsräumen getrennt geführt.