Literaturhaus in Wien

Die Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur war auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, da das Platzangebot am bisherigen Standort zu knapp geworden war. Im Haus Seidengasse 13, dem ehemaligen dramatischen Zentrum, fand man optimale Voraussetzungen für die Neueinrichtung des Literaturhauses Wien. Zwei Etagen, Hochparterre und Souterrain, und eine Hofüberbauung waren für die vorgesehene Nutzung bestens geeignet. Die vorhandenen Räumlichkeiten präsentierten sich allerdings in einem desolaten baulichen Zustand. Es galt den Hauptraum, ohne Tageslicht, nur durch einen schmalen Gang entlang zweier Lichthöfe an das zukünftige Foyer angeschlossen, mit dem darunterliegenden, ehemaligen großen Proberaum zu verbinden. Natürliche Belichtung und Durchlässigkeit waren Entwurfsprämissen. Nun gruppieren sich um den zentralen Bibliothekshauptraum kleinere Einheiten wie Foyer, Lese- und Bearbeitungsräume, Kopierraum, Garderobe, Toiletten-und Nebenräume sowie ein Aufzug für Rollstuhlfahrer und vertikale Büchertransporte. Das Foyer ist zentrale Anlaufstelle und Knotenpunkt zwischen Bibliothek und straßenseitiger Bürozone.