Bei der Fassadengestaltung von Wohngebäuden im innerstädtischen Kontext kommt es oft zu Interessenskonflikten. Die Bewohner wünschen sich einen Freibereich und die Investoren haben ein Interesse, diesem Bedürfnis nachzukommen, um durch höhere Quadratmeterpreise oder eine schnellere Vermarktung wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Aus der Sicht der Stadtplanung stören die Auskragungen und Einschnitte von Balkonen und Loggien jedoch das homogene Erscheinungsbild der Fassade und den urbanen Charakter des Stadtraums. Insbesondere bei den in jüngster Zeit häufiger nachgefragten Wohnhochhäusern wird nach Lösungen gesucht, die den Bewohnern einen großzügigen Freibereich zur Verfügung stellen und bei denen gleichzeitig die gesamte Wohnfläche auch bei Wind, Schlechtwetter und im Winterhalbjahr genutzt werden kann.