Die Besonderheit eines Passivhauses ist, dass es passive Wärmequellen wie Sonne, Mensch und Elektrogeräte zur Erwärmung des Gebäudes nutzt und deshalb ohne aktives Heizsystem auskommt. Doch dafür müssen einige bauliche Kriterien erfüllt sein: Das Haus muss luftdicht sein, hoch gedämmt, es darf keine Wärmebrücken aufweisen und außerdem muss sein Heizwärmeverbrauch unter 15 KWh/m2 im Jahr liegen. Um diesen Standard zu erreichen, ist eine sehr hohe Qualität in Planung und Ausführung zwingend. Holztafelbauten, die in der Halle vorgefertigt werden und damit der Zertifizierung von Fertigteilen nach DIN 1052 Teil 3 für Holzhäuser in Tafelbauweise unterliegen, sind eine passende Bauweise, um diese hohen Standards zu erfüllen. Im Folgenden werden die besonderen Anforderungen an die Planung von vorgefertigten Passivhäusern, die daraus resultierenden Konstruktionsweisen und die Potenziale für zukünftige Optimierungen von Konstruktion und Fügung aufgezeigt.