Der belgische Ort Smetlede, südöstlich von Gent, liegt in einer ländlichen Region. Felder, Acker und Waldstücke werden durch ein loses Netz von Wegen und Straßen parzelliert und lediglich an den größeren Verkehrswegen verdichten sich die Häuser zu Siedlungen oder Dörfern. Sensibel platziert Indra Janda den Solitär zur Erweiterung eines bestehenden Hofs. Der Pavillon bildet ein Ensemble mit Haupthaus und Nebengebäude und grenzt den Garten zwischen den Bestandsgebäuden rückseitig ab. So pragmatisch die Volumensetzung ist, so pragmatisch ist auch die Gebäudeform. Kleiner und kompakter als der Bestand nimmt der Gartenpavillon die Form des Giebeldachs auf und schließt an der rückseitigen Baulinie an, hält aber einen diskreten Abstand zum Wohnhaus. Dieses Selbstverständnis als Solitär setzt sich in der Oberfläche fort: Eine weiße Schuppenhaut aus transluzenten Polycarbonatschindeln zieht sich über das gesamte Volumen.