Brick Neighbourhood in Ljubljana

Für das ehemalige Ziegeleigelände am Stadtrand von Ljubljana gab es als Wettbewerbsgrundlage einen Masterplan, der die Position und das Volumen der fünf zu planenden Gebäude genau vorschrieb. Weil zu hochwertigem Wohnraum nach Ansicht der Architekten ein Freibereich gehört, schnitten sie aus den vorgegebenen Kubaturen Teile heraus und wandelten sie in privaten Außenraum um.Diesen Schritt machten sie auch durch unterschiedliche Materialien an der Fassade deutlich: Dunkler Putz bekleidet die ausgeschnittenen Bereiche, gelbe Ziegel zeigen die im Masterplan vorgesehenen Gebäudeumrisse. Die Ziegelfassaden erinnern an die ursprüngliche Nutzung des Geländes und erhalten durch einzelne abgeschrägte, eigentlich für die Eckausbildung gedachte Steine eine dreidimensionale ­Optik. Sie wirken identitätsstiftend für die Siedlung und versinnbildlichen das Gemeinschaftliche, während der Putz für das Private und Individuelle steht.Im Inneren sind die Gebäude klar und ökonomisch strukturiert. Ein Mittelgang, über Treppenhaus und Aufzug natürlich belichtet, erschließt die Wohnungen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden, entwickelten die Architekten 17 verschiedene Wohnungstypen, die sich modulweise zusammensetzen lassen.