Naiipa Art Komplex heißt ein neues Mixed-Use-Projekt in Bangkok. Der Name Naiipa - thailändisch für »tief im Wald« - ist Programm: Er bezieht sich auf den 30 bis 40 Jahre alten Baumbestand auf einem über Generationen vererbten Familiengrundstück, der erhalten werden sollte. Der Bauherr hatte den Wunsch, eine grüne Oase mit flexibel mietbaren Räumen für eine kreative Arbeitsgemeinschaft inmitten der Großstadt zu gründen. Die 2000 m2 Raumprogramm für Tonstudio, Kunstgalerie, Fitness- und Tanzstudio, Restaurant, Café und Büros sind auf zwei Kuben verteilt, um den mittigen Grünraum nicht anzutasten. Zwischen den Stämmen und Ästen mäandert ein leichtes, stählernes Rampensystem, das beide miteinander verbindet. Im niedrigeren Gebäude entlang der Straße finden Restaurant und Studios Platz, während im schmalen turmartigen Bau Café und Büroräume längs zum Grünraum orientiert sind. Auf den Stahlstegen schweben die Vogelnest-Galerie und die Terrassen des Cafés im Grün. Zu dem Komplex gehört außerdem ein sanierter Altbau mit Seminarbereichen. Viele Co-Working Spaces sind auch tageweise zu mieten. Mit unterschiedlichen Glasarten reagieren die Architekten unmittelbar auf die Umgebung: An der Straße filtern transluzente Glaselemente vor der raumabschließenden Verglasung in rhythmischer Faltung das Licht und reduzieren den Wärmeeintrag. Zum Grünraum hin sind die Fassaden mit Spiegelglas versehen, das Raumgrenzen aufhebt und die Bäume optisch in einen Wald verwandelt. Auf der Rückseite bieten große Klarglasflächen den Mietern einen Ausblick auf den dazugehörigen Tennisplatz. Inzwischen hat sich auch ein Day Spa in den Räumen des bunt gemischten Nutzungspatchwork angesiedelt. Von Meetings über kreative Workshops bis hin zu spontanen Kunst-Events auf der Dachterrasse ist alles möglich. Das Café mitten in den Baumkronen findet bereits großen Anklang und könnte zum Fixpunkt inmitten der stetig wechselnden Kreativszene werden.