Die britischen Architekten Peter und Allison Smithson haben Laubengänge als "streets in the sky" bezeichnet. In Analogie dazu handelt es sich bei den Terrassen und Balkonen, mit denen die Architekten Bonhôte Zapata ihren genossenschaftlichen Wohnbau in Chêne-Bougeries bei Genf gliederten, um "squares in the sky" und "rooms in the sky": Fünf je 80 m2 große, offene Betonplattformen auf jeder Ebene dienen als Erschließungs- und gemeinschaftlich nutzbare Aufenthaltsbereiche. Hinzu kommen großzügige Privatbalkone für fast alle der 49 Wohnungen. Eine transluzente Hülle aus vorvergrauten Tannenholzbrettern umgibt beheizte Innenräume und Terrassen gleichermaßen. Auf diese Weise unterstreicht sie die homogene Gesamtform der Wohnanlage aus sechs leicht gegeneinander versetzten, sehr tiefen Satteldachhäusern. Erst der genauere Blick auf die Fassade offenbart, welche Räume sich dahinter verbergen: Die Wohn- und Schlafzimmer erhielten nicht ganz bodentiefe, zurückgesetzte Fenster mit bronzefarben eloxierten Aluminium-Faltläden, die Balkone hingegen abwechselnd geschosshohe und zwei Drittel geschosshohe Öffnungen mit Brüstungen aus Verbundsicherheitsglas. Die Privatbalkone auf der Südwestseite lassen sich mit Textilrollos verschatten, die innen vor der Holzverkleidung angebracht sind.