Fünfzehn markante Aufbauten krönen das flache Dach des Marine Education Centre in Malmö. Das niedrige Gebäude schmiegt sich in die Dünenlandschaft westlich der Stadt und bildet einen sanften Übergang vom Meer zur Küste. Nicht umsonst nennen die Architekten von Nord Architects die Räume eine „Lernlandschaft". Im Bildungszentrum werden vor allem Programme für Schulklassen angeboten, aber das Meeresteam forscht auch in Zusammenarbeit mit Universitäten und Instituten zu den Themen Nachhaltigkeit, Meeresbiologie und Fischerei. Viele der Kurse und Workshops finden im Außenbereich statt, aber im Gebäude bieten Räumlichkeiten für Gruppenarbeiten und Konferenzen behaglichere Temperaturen. Zwischen den zwei Volumina, die unter dem großen Dach angeordnet sind, verläuft ein offener Durchgang. In den Einheiten gruppieren sich die Nutzungen jeweils um einen von oben belichteten, großzügigen Erschließungskorridor. Da die Achsen der Räume und des Dachs schräg zueinander stehen und die Räume leicht versetzt angeordnet sind, entsteht eine lebendige Zickzack-Struktur der Außenhaut. Je nach Nutzung wechseln sich Fassadenflächen mit durchgefärbten Betonfertigteilen, großen Verglasungen und stark strukturierten Holzverkleidungen ab, die auch im Innenraum wieder auftauchen.