Dachkonstruktion für das Mansarddach

§ 15. Mansarddächer.[…] Das Mansarddach weist auf jeder seiner Seiten einen Knick nach außen auf, so daß zwei Dächer übereinander entstehen, was zur Folge hat, daß immer eine Mittelpfette vorhanden sein muß, die als Unterstützung sowohl der Sparren des oberen, als auch derjenigen des unteren Daches dient. Diese Mittelpfette ist nun selbst wieder zu unterstützen, und kann dies durch einen stehenden oder liegenden Stuhl geschehen. Der Mansarddachstuhl kann wiederum ein ausgebauter oder ein unausgebauter Stuhl sein, welcher Umstand auf die Konstruktion insofern einen Einfluß ausübt, als beim ausgebauten Stuhl ein Kehlgebälk notwendig wird, das der unausgebaute entbehren kann. Selbstredend ist für einen guten Längs- und Querverband Sorge zu tragen. […]rnEinen ebenfalls unausgebauten Stuhl, der aber leicht durch Einlegen eines Kehlgebälks in einen ausgebauten umgewandelt werden kann, stellt Abb. 293 dar. Da der Spannriegel freiliegt, darf er nicht durch den die Firstpfette tragenden Pfosten belastet werden, weshalb dieser durch ein Hängewerk aufgehängt ist. Das Detail des Punktes P (Abb. 296) zeigt, daß Aufschieblinge nötig sind, daß die vorspringenden Balkenköpfe verschalt wurden und ein sog. Balkengesims bilden. Detail N zeigt die Ausbildung des Dachbruches zu einem Gesims.