Holzhandläufe

Der Handgriff einer Treppe, der im allgemeinen runden Querschnitt erhält, Fig. 662, sollte gebeizt oder poliert werden und schon deshalb aus einem harten, feinaderigen Holze bestehen. Man nimmt gewöhnlich Kirschbaum-, Pflaumbaum- oder Mahagoniholz, was um so leichter ausführbar ist, da der Bedarf an Material nur gering und der Arbeitslohn von diesem unabhängig ist.rnWerden die Geländerstäbe gerade und quadratisch im Querschnitt gestaltet, so können sie von Nadelholz hergestellt werden, weil dieses am geradesten gewachsen zu sein pflegt, und die schwachen Geländerstäbe, weniger „über den Span geschnitten", haltbarer sind. Bei runden, gedrehten Geländerstäben wird man hartes Holz verwenden müssen, und es ist die Wahl ziemlich gleichgiltig, wenn das Holz nur fest und geradwüchsig ist. Gespaltenes Holz ist immer dem geschnittenen vorzuziehen.rnDas sämtliche zu Treppen zu verwendende Holz muß möglichst trocken sein, damit Schwinden und Werfen möglichst ausgeschlossen wird. Dielen und Bretter sollen nur Kernholz und keinen sogenannten Splint enthalten und möglichst astfrei sein. Besonders bei den zu Trittstufen verwendeten Dielen sind große Äste nachteilig, weil diese, härter als das übrige Holz, weniger abgetreten werden und daher bald Erhöhungen bilden, die das Begehen der Treppe unbequem machen.