Die Ausmauerung von Fachwerkswänden. Man mauert die Fachwerksfelder zumeist mit Backsteinen oder auch mit Schwemmsteinen aus. Im letzten Falle müssen sie verputzt werden. Als Verband ist der Läuferverband im Gebrauch. Damit die Steine aus den Fächern beim Schwinden des Holzes nicht herausfallen, schlägt man in die Stiele in Abständen von etwa 4 Schichten Nägel ein, die in den Verband eingreifen (Abb. 194). Oder man nagelt dreikantige Holzleisten an die Stiele, denen sich die entsprechend ausgeklinkten Steine anfügen und ihnen einen Halt geben. Auch die so ausgemauerten Felder werden heute zumeist verputzt, und zwar ohne Abfasung der Hölzer bündig mit deren Vorderkante. Eine Ausnutung der Fachwerkstiele ist nicht zu empfehlen, weil der in die Nut eindringende Mörtel nur den Steinen einen geringen Halt gewährt.rnEine solche Fachwerkswand hat nur ½ Stein Stärke, die für Wohnräume ungenügenden Schutz gegen Hitze und Kälte ergeben würde. Man kann hier zur Verbesserung an die Innenkanten der Stiele senkrechte Latten annageln, die später mit Brettern verschalt und dann verputzt werden. Oder man nagelt Gipsdielen an diese Leisten und verputzt ebenfalls. Da durch die aufgesetzten Latten zwischen Fachwerkausmauerung und innerer Putzwand eine Luftisolierschicht gebildet wird, so erhält die Zimmertemperatur Schutz gegen von außen einwirkender Hitze oder Kälte. Zu demselben Zwecke kann man selbstredend auch die Fachwerkwand ½ bis 1 Stein stark hintermauern (Abb. 195 a und 195b).