Flachgründung im Hochwasser auf Holzrost

e) Gründung auf Schwellrost.Bei ständig niedrigem Wasserstande in einer Baugrube und bei nicht sehr starker Belastung kann man auf einem Schwellrost gründen. Hierbei ist zunächst die Baugrube gegen Unterspülung durch eine Spundwand zu sichern. Sie ist zuerst herzustellen, damit der Wasserspiegel während des Bauens gesenkt und dadurch ein Arbeiten im Trocknen ermöglicht werden kann.Ein solcher Rost eignet sich aber nur für zusammenpreßbaren Boden, wie Torf oder Moor. Er gleicht dann einer breiten Holztafel, die die Last des Bauwerkes gleichmäßig auf den Baugrund zu verteilen vermag.Zur Erhaltung des Rostes ist es aber notwendig, daß seine Oberkante stets mindestens 0,30 m unter dem niedrigsten Wasserstande liegt (Abb. 27 a u. b).Der Rost, der sich durch die Belastung des Gebäudes muß senken können, darf nicht mit der ihn umschließenden Spundwand befestigt werden. Er besteht aus horizontal liegenden Hölzern, die auf den geebneten Baugrund aufgebracht werden. Zunächst verlegt man hier hochkantig die Querschwellen in Stärken von etwa 18/24 cm. Darüber folgen Langschwellen in Stärken von 20/24 bis 20/30 cm, die ebenfalls hochkantig zu liegen kommen. Sie werden 5-8 cm tief in die Querschwellen eingekämmt.Die Querschwellen ordnet man in Abständen von 1-1,50 m an, die Langschwellen in solchen von 0,50-1 m. Hierauf folgt ein Bohlenbelag aus 5-12 cm starken Bohlen, die mit hölzernen oder mit verzinkten Nägeln auf die Langschwellen zu nageln sind. Die Zwischenräume zwischen den Rosthölzern sind vorher mit Lehm, Schotter, Beton oder mit Steinpackung auszufüllen.An den Ecken und an Wandkreuzungen werden die Langschwellen der Giebel- sowie der Scheidewände auf diejenigen der Frontwände aufgekämmt. Es liegen dann die Querschwellen der Scheidemauern in gleicher Höhe mit den Langschwellen der Frontmauern. An den Hauptkreuzungspunkten verbolzt man die Lang- und Querschwellen miteinander.Das auf den Rost gemauerte Grundmauerwerk muß so viel verbreitert werden, daß die äußeren Langschwellen mit ihrer Außenkante 30-60 cm vor der Flucht der Grundmauer liegen. Der unterste Mauerabsatz wird dann senkrecht über dieser Vorderkante der Lagerschwelle angelegt. In einzelnen Absätzen, die jedesmal um 1/4 Stein sich in der Breite vermindern, erlangt das Fundament die normale Wandstärke.Handelt es sich um ganz leichte oder um provisorische kleine Bauwerke, so können bei der Anordnung des Schwellrostes die Langschwellen auch fortfallen.Der liegende Rost ist durch die Betongründung und Sandschüttung ziemlich verdrängt worden und kommt nur noch selten vor.