Anwendung und AusführungrnRabitzdecken werden im allgemeinen dann angebracht, wenn vorhandene hohe Räume aus architektonischen Gründen eine niedrigere Raumhöhe erhalten sollen oder wenn unter der eigentlichen Geschoßdecke liegende Versorgungsleitungen, Be- und Entlüftungskanäle, elektrische Beleuchtungsanlagen usw. verdeckt werden müssen. Sie können in verschiedener Weise angelegt und ausgeführt werden. Entscheidend sind dabei die Höhe des Zwischenraumes zwischen Geschoß- und Rabitzdecke, die Abhängemöglichkeiten und die besondere Zweckerfüllung der Decke.rnIst zwischen Geschoß- und Rabitzdecke ein genügend hoher Zwischenraum vorhanden, dann kann das Gußverfahren angewandt und dadurch die Ausführung wesentlich vereinfacht werden. Die Decke wird dann allerdings etwas stärker und auch schwerer. Bei geringerem Zwischenraum wird die Decke von der Seite, bei größerem Zwischenraum von oben gegossen. Beim Gießen der Decken wird eine Wanderschalung verwendet.rnDie Stangenquadrate werden bei Gipsrabitzarbeiten nicht über 30 X 30 bzw. 35 X 35 cm, bei Gußrabitzdecken nicht über 40 X 40 cm, bei Zementrabitzdecken, die ausgedrückt werden, 15 X 25 bis 20 X 20 cm und, wenn sie gegossen werden, nicht über 20 X 25 cm angelegt. Die stärkeren Trageisen liegen stets unten, die Stangenkreuzungen werden mit verzinktem Draht gebunden.rnBei Rabitzdecken unter Holzbalkendecken verlaufen die Tragstangen quer zur Balkenlage. An jedem Balken wird ein Abhänger befestigt. Das Abhängen an Massivdecken erfolgt schachbrettartig, es wird also in jeder Reihe ein Kreuzungspunkt übersprungen. Dabei muß aber in den Ecken des Raumes stets ein Abhänger angebracht sein. Bild 35 und 36.rnDie Abhängerbefestigung erfolgt bei Holzkonstruktionen im allgemeinen an seitlich eingeschlagenen Rabitzhaken oder durch Umschlingen des Holzes, bei Eisenkonstruktionen an durchbohrten Trägern, eingesetzten Schellen oder Krallen, besonders dazu eingebauten Formeisenstäben oder durch Umschlingen der eisernen Träger, bei Massivdecken durch Einzementieren der Abhänger oder an bereits einbetonierten Abhängeeisen.rnBei Eisenbetondecken müssen die Abhänger in die vorhandenen Trageisen der Decke eingehängt werden. Dies ist bei fertigen Decken sehr zeitraubend und für die Eisenbetonkonstruktion nicht sehr gut.rnMit Hilfe des Rapidhammers kann das Abhängen durch Einschießen von Stahlbolzen und Einschrauben von Aufhängeösen wesentlich vereinfacht und erleichtert werden. Bild 34.rnZum Bespannen der Decken können außer den gewöhnlichen Rabitzgeweben auch fertige Gewebematten (Baustahlmatten, Staußziegel-Gewebematten und Rippenstreckmetall) verwendet werden. Je nach der Rundeisenbewehrung dieser Matten kann das Rundeisennetz für die Rabitzdecke weiter angelegt und vereinfacht werden.