Die BalkenlagernZugleich mit dem hochsteigenden Mauerwerk verlegt der Zimmermann die jeweilige Geschoßbalkenlage über Keller, über Erdgeschoß usw. (Abb. 1 und 2).rnDie größte Balkenlänge beträgt 15 m. Gewöhnlich wird die Stärke der Balken nur nach folgender Faustregel bestimmt: Balkenhöhe = 1/20 L., Balkenbreite = 2/3 H. Die freie Traglänge soll 5 m nicht übersteigen. Der Balkenabstand wird auf 60-90 cm, im Mittel mit 75 cm angenommen. Es sollen möglichst viele durchgehende Balken zur Versteifung der Mauern angeordnet werden, durch Maueranker (Abb. 1 a) kann diese Versteifung noch verstärkt werden. Die Balkenlage wird folgendermaßen bestimmt: man beginnt mit den Streifbalken (Abb. 2 b) und teilt den verbleibenden Raum auf mit ganzen oder gestoßenen Balken.rnBei einem Treppenloch (Abb. 2 d) sowie bei Kamindurchdringungen (Abb. 2 e) müssen die Balken „ausgewechselt" werden. Dies erfolgt durch einen Wechselbalken, in welchen der Stichbalken eindringt.rnIn Abb. 3 sehen wir ein Dachgebälk mit Stichbalken (3 a) und Gratstichbalken (3 b) für die Sparrenfüße. In Abb. 3 c wird der Schub des Sparrens auf den Stichbalken durch Streben auf die durchgehenden Balken übertragen. Abb. 4 zeigt, mit Bauklammern gesichert, die Verbindung des Stichbalkens mit dem Wechsel, Abb. 4 a und 4 b als Achselzapfen, Abb. 4 c als Schwalbenschwanzblatt, Abb. 4 d als Brüstung.rnAbb. 5 zeigt das Stoßen der Balken auf einer Unterlagsmauer, Abb. 5 a als geraden Stoß, Abb. 5 b als schrägen Stoß, Abb. 5 c als schrägen Stoß versetzt, Abb. 5 d als Hakenblatt.rnAbb. 6 a und 6 b zeigen Mauerlatten, welche unter dem Dachgebälk eines Kehlbalkendaches liegen müssen, Abb. 6 d eine Mauerlatte im hochsteigenden Mauerwerk. Sie ist weniger günstig wegen Rißgefahr. Abb. 6c: normales Auflager eines Geschoßbalkens im Mauerwerk mit Dachpappenunterlage und karboliniert. Soll wegen Mauerfeuchtigkeit eine Mauerlatte angebracht werden, so ist es vorteilhaft, diese auf Konsolsteine (Abb. 7 a) zu legen.rnAbb. 7 b zeigt zwei Streifbalken neben hochgehendem Mauerwerk mit 2-3 cm Abstand wegen der Mauerfeuchtigkeit. Abb. 7 c: Streifbalken aufgelegt. Abb. 8 c zeigt zwei Streifbalken neben einer aufgefangenen Mauer, Abb. 8 a und 8 b: Mauerbalken über nicht durchgehenden Mauern.rnAbb. 9 zeigt in Grund- und Aufriß eine Kaminauswechselung. Zwei Wechselbalken (Abb. 9 a) nehmen die beiden Wechsel (Abb. 9 b) auf, in welche wiederum die Stichbalken (Abb. 9 c) einstechen. Da sämtliches Holzwerk 20 cm von der Feueröffnung entfernt liegen muß, entsteht ein Zwischenraum, welcher mit Beton ausgerollt, d. h. ausgefüllt werden soll. Das Füllholz (Abb. 9 d) dient als Auflager für Boden und Decke.