EisenfensterrnBei den Kirchenfenstern ergibt sich durch Flacheisen-Sturmstangen, die wegen der zu geringen Widerstandskraft der Bleisprossen notwendig sind, eine Fensteraufteilung. Bei Fabrik- und Treibhausfenstern werden die Bleisprossen durch Eisen ersetzt. Steg und Flansch bilden dabei den Glas- und Kittfalz. Durch die verbesserte Gestaltung der Profileisen wird neuerdings auch öfters das bewegliche Wohnhaus- und Bürofenster aus Eisen konstruiert. Die zur Verwendung gelangenden größeren Scheiben sowie die geringere Konstruktionsstärke ermöglichen einen größeren Lichteinfall. Anderseits steht gerade dieses magere, dunkle Gestell im schroffen Gegensatz zu dem liebenswürdigen Aufblitzen der weißgestrichenen Holzrahmen des wohnlichen Hauses. Die Wahl solcher Eisenfenster hängt darum stark von der Gesamthaltung des Hauses ab. Wie nebenstehende Tafel zeigt, kann mit Eisen jede gewünschte Form vom zwei- und mehrflügeligen Fenster bis zum Falt- und Schiebefenster fabriziert werden. Das Detail zeigt die Ausbildung eines vierflügligen Verbundfensters, dessen Vorteil darin liegt, daß seine Flügel umgeklappt werden können, ohne störend in das Zimmer zu stehen. Die Profileisen werden an den Ecken zusammengeschweißt zu Rahmen. Ihre Querschnitte ermöglichen einen dreifachen Anschlag mit dazwischen liegenden isolierenden Lufträumen. Das Glas wird in Kitt gelegt, oft auch unter Zuhilfenahme von Holz- oder Metalleisten.rnWeil die Ausführung von Eisenfenstern der größten Sorgfalt bedarf und die Erfahrung auf diesem Gebiet noch nicht sehr alt ist, verweise ich auf die Sonderkonstruktionen der einschlägigen Spezialfirmen.