SchallschluckwandrnDer Nachhall bzw. die Hörsamkeit kann in Räumen mit hohem Geräusch oder Lärmanfall durch Schallschluckwände erheblich verbessert werden. Die Lochziegel werden in der Sichtfläche der Wand so vermauert, daß die Ziegellochung senkrecht zur Wandoberfläche steht (siehe Seite 92-95).rn[...]rnDer Lochanteil der Ziegel, die Dicke der Luftschicht und die Art der Verwendung von Dämm-Materialien beeinflussen den Schall-Absorptionsgrad. Für die Bemessung und technische Durchbildung sollte man einen Fachmann zuziehen.rnDie Vielfalt der Formate und Lochungsarten der Ziegel sowie deren große Farbskala, erweitert durch Glasuren, geben dem Architekten jede Möglichkeit der Flächengestaltung. Bei mechanischer Beanspruchung der Wandoberfläche empfiehlt sich die Verwendung von Hochlochklinkern.rnDer Wirkungsgrad der Schallschluckung ist vom konstruktiven Aufbau der Wand abhängig.rnBei der einfachsten Ausführung werden die Lochziegel unmittelbar gegen die Wand gemauert. Die Beeinflussung der Raumakustik ist hier am geringsten.rnEine bessere Wirkung wird erreicht, wenn zwischen der Lochziegelwand und der massiven Mauer ein Luftraum gelassen wird.rnDer Schallschluckgrad läßt sich noch erhöhen, wenn der Luftraum mit Mineralwolle ausgefüllt wird; diese Konstruktion ist jedoch bei Wänden in Raumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit nicht zu empfehlen.rnDer beste Schallschluckgrad wird erzielt, wenn in dem Luftraum Dämmplatten von 20-40 mm Dicke und einem Gewicht von ca. 2 kg/qm so eingehängt werden, daß sie an der Lochziegelwand anliegen.rnDurch Abmauerung in Kassetten von 80x80 cm läßt sich ein sehr guter Wirkungsgrad erreichen. Diese Kassetten können entweder frei bleiben oder es können Mineralfasermatten eingehängt werden.