2. RinnenartenrnHinsichtlich der Konstruktion werden unterschieden: Gestützte, hängende, Stand- und Kehlrinnen.rna) Gestützte Rinnen (Bild 572 a) besitzen einen halbkreisförmigen Querschnitt und werden bei untergeordneten Gebäuden mit überstehenden Dächern angewendet. Nach DIN 1099 sind drei Größen in Zuschnittsbreiten von 250, 333 und 400 mm genormt, deren Stützeisen ▭ 25 · 4 bis 30 · 5 mm dick sind. Gestützte Rinnen kommen nur noch zur Ausführung, wenn eine Befestigung auf der Dachfläche unmöglich oder nicht erwünscht ist.rnb) Hängerinnen (Bild 572 b) eignen sich für alle Gebäude, sind in der Ausführung am preiswertesten und bieten den Bauwerken den wirksamsten Schutz. Die Rinne ist vorne und hinten gewulstet oder besitzt bei Verwendung eines Vorstoßbleches (c) eine Abkantung, ruht in verkröpften oder abgebogenen Rinneisen und wird mittels Hafter gehalten.rnc) Standrinnen (Bild 573), oder auch wegen der viereckigen Form Kastenrinnen genannt, können verschiedenartig ausgeführt werden. Die Rinneisen stützen sich auf die Hauptgesimsschräge und erhalten zur Sicherung der vorderen Rinnenkante Querbügel oder äußere Versteifungsbügel (Zugeisen), Bild (b). Für alle Kastenbügel sind demnach doppelte Rinneisen erforderlich, wobei die äußeren die gleiche Form und Lage behalten, während die inneren je nach Gefälle zu versetzen sind. Die Bleiummantelung (Bleipuffer, Bild 573b) dient zum Schutz des Zinküberzuges des Rinneisens. Beim „Arbeiten" würde sich die Gesimsabdeckung am Rinneisen reiben und dort den Zinküberzug allmählich abschaben, wodurch im Laufe der Zeit Zinkblechzerstörung eintreten würde.